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Die Gesundheit der Zähne ergibt sich vor allem aus den Ernährungsgewohnheiten einerseits und der Mundhygiene andererseits. Beides ist ein wichtiger Teil der Erziehung. Die Ernährung sollte altersgerecht sein. Abgesehen von den Empfehlungen des Kinderarztes kann man auch am Entwicklungsstand des Gebisses die richtige Zusammensetzung der Nahrung ablesen. Kurz und knapp bedeutet dieses, solange das Kind zahnlos ist, sollte die Muttermilch die wichtigste und meist auch einzige Nahrungsquelle sein. Wenn das Milchgebiß vollständig ausgebildet ist, etwa mit 30 Monaten, besteht gegenüber der Nahrung Erwachsener keinerlei Einschränkung mehr, das Kind kann das Gleiche essen wie seine Eltern. In den Zeiten dazwischen sollte das Kind entsprechend seiner Kaufähigkeit am Essen der Eltern teilnehmen. Dabei muß jedoch darauf geachtet werden, daß das Gleichgewicht zwischen Ballaststoffen, Kohlehydraten, Eiweißen, Fetten und Vitaminen eingehalten wird. In Bezug auf die Zähne haben Kinder einen erhöhten Bedarf an Fluorid. Dieses Mineral ist ein wichtiger Bestandteil des Zahnschmelzes und ist in unserer durchschnittlichen Nahrung viel zu wenig enthalten. Als natürliche Quelle kommt Seefisch in Frage, was auch aus anderen Gründen vorteilhaft ist. Zusätzlich ist es sinnvoll, in der Küche ausschließlich fluoridiertes und jodiertes Speisesalz zu verwenden. Zusätzlich werden vom Kinderarzt Tabletten (Fluoretten) verordnet, die strenggenommen bis zum 18. Lebensjahr regelmäßig genommen werden sollten.Da Kohlehydrate für die Zähne das gefährlichste Lebensmittel sind, sollte man insbesondere Zucker und zuckerhaltige Speisen und Getränke nach Möglichkeit meiden, und andere kohlehydrathaltige Nahrungsmittel wie Brot, Mehlspeisen, Nudeln, Kartoffelprodukte mit ballaststoffreichen Dingen, wie etwa Salaten und Gemüsen, kombinieren. Ganz allgemein gilt: Je mehr Arbeit für die Zähne, umso besser! Bei der Ernährung entwickeln Kinder sehr früh bestimmte Vorlieben und Abneigungen, die auch das Schicksal der Zähne beeinflussen. Dabei sind die Kinder nicht nur Einflüssen aus dem Elternhaus ausgesetzt. Insbesondere solche von Seiten der Großeltern sind oft nur schwer zu beherrschen! |
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Das Zähneputzen ist der andere wichtige Faktor für die Zahngesundheit. Ganz allgemein gilt: Wer Zähne hat, muß sie putzen! Dabei kann man von einem Kind mit 6 Monaten natürlich nicht erwarten, daß es sich nach einer speziellen wissenschaftlich ausgeklügelten Methode die ersten Zähne putzt; das Kind muß jedoch schon eine eigene Zahnbürste haben. Diese sollte kleiner sein als eine Erwachsenenzahnbürste, einen kurzen Kopf sowie einen besonders dicken und stabilen Griff haben. Die übrigen Eigenschaften sind wie für alle Zahnbürsten selbstverständlich: an den Enden abgerundete Kunststoffborsten, allgemein stabile, nicht federnde Konstruktion. Die meisten speziell für Kinder angebotenen Zahnbürsten entsprechen diesen Forderungen. Auf dem Markt wird eine Vielzahl von speziellen Kinderzahnpasten angeboten, eine schlechte ist nicht darunter. Allen gemeinsam ist Fluorid als wichtiger Inhaltsstoff. Den Ausschlag sollte der Geschmack geben, denn die Freude am Zähneputzen ist wichtig! Bei kleinen Kindern wird das Zähneputzen sicher zunächst als Abschlecken der Zahnpasta von der Zahnbürste ablaufen. Dabei wird wohl der größte Teil der Zahnpasta verschluckt. Dieses ist ungefährlich, denn die Zahnpasta ist zuverlässig ungiftig. Es sollte aber, um ein Zuviel an Fluorid zu vermeiden, nur eine geringe Menge Zahnpasta auf die Bürste gegeben werden. Die nötige Reinigung der Zähne wird anfangs nur mit Unterstützung der Eltern zu erreichen sein, später wird das Kind auch die Mundhygiene selbständig durchführen können.Entsprechend der altersgemäßen Geschicklichkeit müssen auch immer höhere Ansprüche an das Putzergebnis gestellt werden, welches auch gelegentlich mit den bekannten Färbetabletten überprüft werden sollte. Spätestens mit der Einschulung sollte die Entwicklung hier abgeschlossen und das Zähneputzen als feste und effektive Gewohnheit in den Tagesablauf integriert sein. |
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Das bei Säuglingen am besten ausgeprägte Sinnesorgan ist der Mund. Das Kind lebt gewissermaßen in einer Mundwelt und versucht seine Umgebung zu erkunden, indem es alles möglichst in den Mund steckt. Mit der fortschreitenden Vervollkommnung der anderen Sinnesorgane erlischt dieses Bedürfnis ganz von selbst. Anders ist es mit dem Saugreflex. Ursprünglich ist dieser Reflex mit der Nahrungsaufnahme verbunden und sollte ebenfalls verlöschen, sobald Quellen mit fester Nahrung genutzt werden können. In unserer modernen Zeit wird jedoch häufig die Nahrungsaufnahme so gestaltet, daß der Hunger gestillt ist, bevor der Saugreflex genügend ausgelebt ist. Daher haben Kinder häufig auch nach dem Säuglingsalter ein ungestilltes Saugbedürfnis und suchen nach Erleichterung durch Saugen an allen möglichen Gegenständen. Daraus kann sehr schnell eine fatale, suchtartige Gewohnheit werden, die meist den Daumen betrifft. Hält eine solche Gewohnheit zu lange an, so sind gravierende Fehlstellungen an den Zähnen und damit eine kieferorthopädische Behandlung oder lebenslange Zahnprobleme die unausweichliche Folge. Die geringeren Probleme in diesem Zusammenhang macht ein für diesen Zweck handelsüblicher Schnuller. Ist es also absehbar, daß sich eine derartige Gewohnheit unvermeidbar bilden wird, so ist als kleineres Übel der Schnuller allen anderen Dingen vorzuziehen. Das ungünstigste Objekt wäre der Daumen. Der größte Fehler wäre jedoch, diese Unart durch harte Erziehungsmaßnahmen eindämmen zu wollen. Nur durch liebevolle Zuwendung und positive Maßnahmen (Belohnung) kann es gelingen, diese Angewohnheit beizeiten wieder loszuwerden. Gelingt es, vor dem Beginn des Zahnwechsels das Lutschen vollständig aufzugeben, so hat man noch gute Chancen, mit geringeren Zahnfehlstellungen und damit kleinerem Aufwand zur Korrektur davonzukommen. |
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Wer Zähne hat, muß sie halbjährlich dem Zahnarzt zeigen! Milchzähne sind ebenso wichtig wie bleibende Zähne und müssen bei Schäden repariert werden. Unkorrigierte Fehler ziehen manchmal ein lebenslanges Martyrium nach sich. Auch wenn ein kleines Gebiss scheinbar völlig kariesfrei ist, können doch verborgene Defekte vorhanden sein, die sehr schnell größere Probleme wie Schmerzen oder Entwicklungsstörungen nach sich ziehen. Am wichtigsten ist hier immer die Information, und am beruhigsten ist die, daß alles in Ordnung ist! |
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Kinder fallen häufig hin. Meist passiert gar nichts, denn Kinder sind wie Katzen und fallen auf unempfindliche Körperteile. Leider gibt es Ausnahmen, und dann sind oft die Zähne betroffen. Eine Vermutung auf Schaden an den Zähnen besteht immer dann, wenn nach einem Unfall die Zähne schmerzhaft sind, nicht mehr normal aussehen, abgesplittert sind, krumm sind oder gar einzelne fehlen. Da hilft dann nur sofort der Weg zum Zahnarzt, falls ein Zahn ausgeschlagen ist, muß dieser in sauberer (Plastiktüte) und feuchter (Milch, Wasser) Verpackung mitgeliefert werden. Nachts und am Wochenende gibt es einen Notdienst, der auf solche Fälle vorbereitet ist (Die Adresse findet sich meist in der aktuellen Tageszeitung, Rotes Kreuz, Rettungsleitstelle, Ärztehäuser usw kennen diese ebenfalls). |