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Die Zähne sind harte und stabile, anfangs auch schöne und unempfindliche Organe unseres Körpers. Wie kommt es, daß sie schließlich löchrig, empfindlich und unansehnlich werden? Die äußere Oberfläche der Zähne besteht aus einem besonders harten Kalkkristall. Seine Härte ist vergleichbar mit Glas. Dieser Zahnschmelz wird also durch die Kauarbeit und durch normales Zähneputzen nur sehr wenig angegriffen. Nicht so hart ist der Zahnschmelz gegen chemische Einflüsse. Besonders Säuren können den Zahnschmelz angreifen. In vielen Nahrungsmitteln kommen Säuren vor. Viele Salate enthalten Essigsäure, fast alle Früchte oder Fruchtprodukte enthalten Fruchtsäuren. Diese Säuren haben normalerweise nur kurzzeitig Kontakt zu den Zähnen und können daher keinen Schaden anrichten. Anders ist dies mit Säuren aus Speiseresten. Wenn man Nahrungsmittel verderben läßt, entstehen häufig Säuren. Manchmal ist das beabsichtigt, wie etwa bei Sauerteig, Sauermilch, oder bei der Essigherstellung. Im Mund, besonders zwischen den Zähnen, passiert dieses unbeabsichtigt. Winzige Mengen von Nahrungsresten bleiben nach dem Essen in Winkeln und Nischen zwischen den Zähnen hängen. Die nach einiger Zeit daraus entstehende Säure kann nun die Zähne angreifen. Diese Attacke wiederholt sich nach jedem Essen und hält viele Stunden an. Schließlich wird an diesen Stellen der Zahnschmelz völlig aufgelöst und es bildet sich ein Loch in das Zahninnere. So ein Loch ist am Anfang noch klein und meist auch nicht schmerzempfindlich. Es ist auch von außen nicht ohne Weiteres erkennbar, da es ja in versteckten Winkeln oder zwischen den Zähnen liegt. Im weicheren Zahninneren geht das Zerstörungswerk besonders schnell voran. Nach kurzer Zeit ist der Zahnnerv erreicht und die Sache wird schmerzhaft. Inzwischen ist das Loch schon viel größer und deutlich nach außen sichtbar. Nach einer mehr oder weniger langen Zeit mit starker Empfindlichkeit und heftigen Schmerzen ist nun aus dem schönen Zahn ein schwarzer Stumpen geworden. Am Ende eitert der traurige Rest vor sich hin und hinterläßt nach vielen Qualen eine schmerzliche Lücke. |