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Wurzelbehandlung

(Endodontische Behandlung)

Wenn der Zahnnerv Schwierigkeiten macht

Beginnende Karies, nicht direkt sichtbar, keine Schmerzen. (Schnittbild)

Fortgeschrittene Karies, nicht direkt sichtbar, gelegentliche Schmerzen. (Schnittbild)

Weit fortgeschrittene Karies, direkt sichtbar, ständige Schmerzen, da hilft nur noch eine Wurzelbehandlung! (Schnittbild)

Der Zahnnerv ist ein empfindliches Organ. Nicht nur, weil er böse Schmerzen machen kann, er ist auch schnell beleidigt, und schmeißt dann alles hin.

Jeder kennt die normale und universelle Reaktion des Körpers auf eine Beschädigung: Ganz gleich wie man sich verletzt, die betroffene Stelle wird warm, sie wird rot, und sie schwillt an. Das gilt für jegliche Art von Verletzungen an allen Körperteilen. Man kann sich schneiden, stoßen, verbrennen, verätzen, mit Mikroben infizieren : immer folgt die gleiche Entzündungseaktion: Wärme, Rötung Schwellung.

Beim Zahnnerv funktioniert das nicht. Er sitzt zwar ziemlich sicher im Inneren seines Zahnes in einem dichten Hohlraum, wenn er sich doch mal entzündet, so kann er sich nicht ausdehnen, denn der Zahn ist hart, fest, und dicht. Eine Entzündung hat also keine Schwellung, sondern eine Zunahme des Druckes im Zahninneren zur Folge. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern klemmt dem Zahnnerv die eigentlich dringend benötigte Blutzufuhr ab. Die Verminderung der Blutzufuhr ist zur Bewältigung der Entzündung nicht hilfreich, sondern verstärkt sie noch. Das geht solange, bis der Zahnnerv schließlich abstirbt.

Ist es nun passiert, der Zahnnerv ist schmerzhaft entzündet, oder gar schon abgestorben, kann der Zahn sehr wohl noch erhalten werden: Es wird eine Wurzelbehandlung (endodontische Behandlung) durchgeführt.

Ist der Zahnnerv noch am Leben, wird mit Betäubungsspritze weitergearbeitet. Ist der Nerv schon tot, geht es auch ohne Spritze, denn der Nerv spürt dann nichts mehr. Zuerst wird von der Zahnkrone aus der Hohlraum angebohrt, in dem der Zahnnerv sitzt. Dann wird mit dünnen, langen, nadelförmigen Instrumenten der tote oder beschädigte Zahnnerv aus seinem Wurzelkanal im Zahn herausgestochert. Nach ausgiebiger Reinigung des Wurzelkanals wird dieser mit einer speziellen Paste versiegelt. Wenn alles richtig gelungen ist, kann der Zahn noch viele Jahre schmerzfrei seinen Dienst tun.