|
Links: DCF77 (Deutschland) HBG (Schweiz) Warum Sommer- und Winterzeit? Medizinische Probleme zur Zeitumstellung Welch ein Irrsinn mit der Zeit Gesundheitsschäden durch Zeitumstellung |
Seit etlichen Jahren wird bei uns zweimal im Jahr die allgemeine Zeit um jeweils eine Stunde verstellt: von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt. In der Folge haben wir mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen: Unser persönlicher Rhythmus paßt aufeinmal nicht mehr, entweder werden wir vorzeitig müde, oder wenn wir eigentlich schlafen wollen, können wir nicht, morgens wachen wir viel zu früh auf oder kommen vor Müdigkeit nur schwer aus den Federn, wir haben zur Unzeit Hunger, oder bringen zur Essenszeit nichts richtig hinein. Der Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel stimmt nicht mehr und viele Probleme mehr. Es dauert gewöhnlich mehrere Wochen bis wieder alles reibungsfrei läuft, doch dann steht bald wieder die nächste Zeitumstellung an. Eingeführt hat man das, weil man sich durch bessere Ausnutzung des Tageslichts eine Energieeinsparung versprochen hatte, das ist aber offensichtlich nicht eingetreten, nach der Statistik ist das Gegenteil der Fall. Beibehalten wurde das vermutlich durch die vielen Vorteile vor allem für die Freizeit, es entstehen die wunderbaren langen Sommernachmittage, die uns ein wohltuendes Mehr an Freizeitaktivitäten gestatten. Wir alle genießen das, und nehmen seufzend die Umstellungsprobleme in Kauf. Unsere Zeit ist fest an die astronomisch definierte GMT (Greenwich Mean Time) oder UTC (Universal Time Coordinated) gekoppelt, und wird zweimal im Jahr um genau eine Stunde vor bzw zurückgestellt, der Umrechnungsfaktor ist also jeweils eine ganzzahlige Stunde. Das gilt auch weltweit für sämtliche Zeitzonen, allerdings findet diese zweimalige Zeitumstellung nicht überall statt, Vor allem in tropischen Ländern gäbe es da weniger Vorteile und mehr Nachteile. Nun sind wir wir schon lange nicht mehr an Kirchturmuhren oder sonstige Normalzeitanzeiger gebunden, um unsere Uhren mit der amtlichen Zeit zu synchronisieren, das geschieht seit langem automatisch über Funksignal, in Deutschland über den Zeitzeichensender DCF77 in Mainflingen von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) . Seit vielen Jahren gibt es wohlfeile Funkuhrwerke, der Wecker in unserem Schlafzimmer, die Uhren in unseren Wohnzimmern, offizielle Uhren an Kirchtürmen, ja selbst Armbanduhren werden über dieses Funksignal gesteuert, und das funktioniert wirklich problemlos. Daher haben wir zumindest mit dem Umstellen der Uhren kaum noch Probleme. Nur Leute, die unbedingt eine mechanische Armbanduhr tragen wollen, oder eine antike Pendeluhr im Wohnzimmer stehen haben, müssen zweimal im Jahr an der Uhr drehen. Dieses wunderbar und perfekt funktionierende System könnte man doch nutzen, um uns von dieser Zeitumstellung zu erlösen, und dennoch die langen Sommernachmittage zur Verfügung zu haben: Man löst die mitteleuropäische Zeit von dem starren Verbund mit der GMT und nimmt einen anderen astronomischen Zeitpunkt zur Synchronisation: Man definiert den astronomischen Sonnenaufgang z.B. als 06:00 Uhr morgens.* Der biologische Tagesablauf aller Lebewesen, Mensch, Tier, und Pflanzen wird vom Tageslicht bestimmt, und beginnt am Sonnenaufgang. Dadurch würde die amtliche Zeit synchron zur biologischen Zeit laufen. Die Hähne krähen dann nicht mehr zu unterschiedlichen Zeiten, sondern, das würde sich zeigen, erstaunlich genau immer zur gleichen Zeit. Viele von uns bräuchten keinen Wecker mehr, denn sie wachen ganz von selbst entspannt und ausgeruht immer zur gleichen Zeit auf. Die Kinder gehen immer zur gleichen Tageshelligkeit morgens zur Schule, wir machen uns immer zur gleichen Zeit auf den Weg zur Arbeit, und alle haben ihr Leistungsmaximum immer zur gleichen Zeit. Die Deutsche Bahn kann sich ihre Fahrplanumstellung sparen, denn der Tag beginnt immer synchron zum Sonnenaufgang. Das Leben wäre viel entspannter, wir würden uns einigen Streß ersparen. Wir hätten eine Einteilung ähnlich wie in der "guten alten Zeit", ohne daß wir auf die Vorteile der modernen Zeitsynchronisation verzichten müßten. Die Geschäftszeiten beginnen und enden pünktlich und berechenbar, Fahrpläne sind immer gleich und zuverlässig (wenn sonst alles funktioniert). Trotzdem muß keiner von seiner persönlichen Idealzeit abweichen. Die alte UTC wäre dann nur noch etwas für Spezialisten wie Astronomen und Navigatoren. Wie kann man das technisch zustandebringen? In der Technischen Bundesanstalt müßte jeden Tag das getan werden, was bisher nur zweimal jährlich getan wird, der Zeitzeichensender müßte um 2 Uhr nachts die fehlenden bzw überschüssigen Minuten einfügen bzw. entfernen. Die dadurch entstehende Zeitdifferenz von einem Tag zum nächsten ist so gering, daß es niemandem auffallen würde, bei der Gangenauigkeit der mechanischen Uhren fällt das erst nach mehreren Tagen auf, bei der Deutschen Bahn ginge der Unterschied in den normalen Verspätungen unter. Im Bereich der Tag- und Nachtgleiche wären das weniger als 3 Minuten, zur Zeit des Längsten Tages/Nacht effektiv 0 Unterschied von einem Tag auf den Nächsten. Alle von den Funksignalen des Zeitzeichensenders eingestellten Uhren würden automatisch nachgestellt, alle Kirchturmuhren, alle Funkwecker, alle Funkarmbanduhren. Sinn macht das allerdings nur, wenn alle Länder teilnehmen, die bisher bei der Umstellung Sommer-/Winterzeit mitmachen, es ist also eine Europäische Sache. (Wenn Sie willens und in der Lage sind, diesen Text in eine der Europäischen Sprachen zu übersetzen, lassen Sie mir Ihr Werk per eMail zukommen, Adresse siehe Impressum) |
|